Das Spielfeld

- Das Spielfeld ist ordnungsgemäß (soweit anwendbar) nach den Ausführungsbestimmungen des DFB zu markieren.

- Für Trainer und Betreuer ist (soweit möglich) in Höhe der Mittellinie auf einer Spielfeldseite eine „Coachingzone“ von ca. 10 m Breite einzurichten.

- Das Einwechseln von Spielern erfolgt vorzugsweise von einer Seite, nämlich dort, wo die Trainerbänke stehen.

Zuschauer

- Der Aufenthalt von Zuschauern im Innenraum der Sportanlage ist unzulässig.

- Die Zuschauer halten sich hinter der Absperrung - sofern vorhanden - auf.

- Ist eine Absperrung ganz oder teilweise nicht vorhanden, ist mit Flatterband abzusperren, bzw. ein ausreichender Abstand zwischen Zuschauern und Spielfeldbegrenzung durch Ordner herbeizuführen. Sollte auch dies nicht möglich sein, ist die entsprechende Spielfeldseite für Zuschauer zu sperren.

- Zuschauer, die Spieler oder den Schiedsrichter beleidigen oder bedrohen, sind zu ermahnen (bei Gästezuschauern ggf. durch den Vertreter/Mannschaftsverantwortlichen des Gastvereins) und im Wiederholungsfall von der Anlage zu verweisen (Hausrecht).

- Zuschauer, die unter Drogeneinfluss stehen, ist der Zugang zur Sportanlage zu verwehren.

Platzordner

- Der Platzverein stellt geeignete Platzordner in ausreichender Zahl, die durch Ordnerwesten kenntlich gemacht werden.

- Die Ordner halten sich während des Spiels am Spielfeldrand (ggf. in der Nähe bereits auffälliger Zuschauer) auf.

- Aufgabe der Platzordner ist es u. a., beruhigend auf „Randalierer“ einzuwirken. Ggf. haben anwesende Vorstandsmitglieder der beteiligten Vereine die Pflicht, ihrem Verein zuzurechnende Zuschauer zu sportlichem Verhalten aufzufordern bzw. anzuhalten, Unsportlichkeiten zu unterlassen.

- Nicht am Spiel Beteiligte sind durch die Ordner am Betreten des Spielfeldes bzw. des Innenraumes zu hindern.

- Zur Halbzeitpause und nach Spielende sichern die Ordner den ungehinderten Abgang der Spieler und  insbesondere - des(r) Schiedsrichters(in).

Spieler

- Vor dem Spiel begrüßen sich Spieler und Schiedsrichter im Mittelkreis (Sportgruß).

- Die Trikot- und Stutzenfarben der Mannschaften müssen sich gut unterscheiden.

- Das Tragen von Schmuck ist während des Spiels unzulässig (ggf. muss der SR die Spielteilnahme verweigern).

- Des Feldes verwiesene Spieler haben den Innenraum und den Auswechselbereich zu verlassen.

„Deeskalation fängt lange vor einem Risikospiel an!“

Um den Ausschreitungen, oder verbale und körperliche Entgleisungen entgegenzutreten, hat der Kreis Bochum Mitarbeiter in einer TaskForce beauftragt, bei kritischen Spielen bereits im Vorfeld aktiv zu werden und Präsenz zu zeigen. Denn was man vorher regeln kann, kann uns dann am Spieltag nicht mehr überraschen.

Was ist konkret damit gemeint?

In der Vergangenheit wurden Staffelleiter und/oder Schiedsrichteransetzer z.B. von Vereinsvertretern vor einem brisanten Spiel angesprochen und man forderte Unterstützung oder sogar ein SR-Gespann für dieses Spiel. Es kann aber auch sein, dass man aufgrund des Hinrundenspiels oder aufgrund aktueller Ereignisse selber vorgewarnt ist. Weitere immer wichtiger werdende Informationsquellen sind die sozialen Netzwerke, dort kann man relativ schnell erkennen, wo es vor oder nach einem Spiel „hoch hergegangen“ ist.

Staffelleiter, SR-Ansetzer und Vereinsvertreter nehmen unter der Federführung des Task-Force-Teams des Kreises Bochum rechtzeitig Kontakt miteinander auf, um gemeinsam Lösungen/Sicherheitskonzepte zu finden, die am Spieltag dafür sorgen sollen, dass es nicht eskaliert. Kompetenzen und Verantwortlichkeiten müssen vorher klar geregelt sein.

Am Spieltag treffen sich die ausgewählten Verantwortlichen frühzeitig auf der Platzanlage, um die gemeinsam besprochenen Dinge umzusetzen. Es sollen die Wünsche des Schiedsrichters/des Gespanns berücksichtigt werden. Die Verantwortlichen müssen auf der Platzanlage gut sichtbar für alle Beteiligten sein. Sie sind die Unterstützer und die Ansprechpartner für alle Betroffenen.

Spontane Gewaltausbrüche kann man nur selten verhindern, aber Gewaltausbrüche in Spielen, die bereits im Vorfeld erkennbar schwierig sein könnten, müssen verhindert werden.

Stand: 08.2019